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Das Muster der Beziehungen

© copyright Evelyn Hutter, Wien, 1998
Soferne die Autorin zitiert wird, können Artikel oder Artikelauszüge frei veröffentlicht werden.
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Wir Menschen sind alle eine große Familie. Durch Jahrtausende und viele Inkarnationen und durch uns unbewußte Freundschaften im Jenseits haben sich zahllose Bande geknüpft, von denen wir nichts wissen. Selbst die uns bekannten Beziehungen hier auf Erden reichen viel weiter und viel tiefer, als wir glauben. All dies müssen wir berücksichtigen, wenn wir unser Leben magisch gestalten wollen.

Wie gestalten wir unser Leben magisch?
Nicht indem wir glauben mit magischer Kraft unsere Wünsche zu erfüllen!
Nicht indem wir glauben alles besser zu wissen!
Wir lassen es fließen und lenken behutsam das Geschehen im Strom der Ereignisse

Die Impulse über das, was wir tun sollen, diese Intuition soll von innen kommen. Wenn wir selbstlos nach innen lauschen, wissen wir was richtig ist und was nicht. Oft ist dies gänzlich unterschiedlich von unseren Wünschen! Wir müssen uns von der inneren Stimme leiten lassen, denn bei all diesen vielen Bändern der Liebe, des Versagens, des wieder gut Machen wollens, muß uns eine höhere Führung leiten. Unser irdisches Wissen ist viel zu beschränkt.

Und noch etwas ist zu beachten: alles das, was von "oben" her geleitet wird, muß nicht dramatisch sein. Es können ganz kleine, unauffällige Begebenheiten sein, die dennoch bedeutsam sind. Eine Begegnung mit einem "unbekannten" Menschen, nur auf einige Sekunden vielleicht - aber was wissen wir mit unserem irdischen Verstand, was sich in diesen wenigen Sekunden vielleicht abgespielt hat? Wie viele Jahrhunderte haben wir vielleicht auf diese Begegnung gewartet?


Traum 1. April 1998
Vor mir sehe ich einen buddhistischen Mönch, er lacht und strahlt mich an. Wir unterhalten uns, tauschen uns aus. Dabei erzählt er mir, daß er in einem Tempel lebt ......

Anschließend sehe ich eine junge, mir unbekannte Frau. Sie trägt einen Sari. Vom Aussehen her, ist sie Inderin. Sie hat als Zeichen des dritten Auges, einen roten Punkt auf der Stirn .......

Am Nachmittag des 3. April erfahre ich, daß wir unseren Urlaub vom 14. bis 21. April auf Sri Lanka, übersetzt heißt das "Heilige Erde", verbringen werden. Gebucht wird vorerst der Ort Beruwela. Am 4. April kommt jedoch die Nachricht, daß dies jetzt doch nicht möglich ist. Dem Vorschlag nach, Kalutara zu buchen, stimmen wir zu.

.... im Hotel angekommen, werden wir von einer Frau in einem Sari an der Rezeption begrüßt. Ich empfinde diese Frau als sehr sympathisch. In diesem Gefühl der Sympathie wird mir auch unsere Begegnung auf der Traumebene bewußt. Obwohl ich nur wenig mit ihr spreche, ist sie mir innerlich doch sehr nahe ....

Im Hotel erfahren wir auch, daß es hier in Kalutara die einzige begehbare Dagoba gibt. Einem inneren Drang folgend, mache ich mich alleine auf den Weg. Bei den Stufen angekommen, steige ich hoch zur Tempelanlage. Ich sehe mich um, erblicke mehrere Altäre. In einer Nische sitzen Frauen, die von einem Sadhu in orangenem Gewand, Belehrungen erhalten. Ich betrete durch eine geöffnete Tür den Innenraum. Die Längsseite des Raumes ist ausgefüllt mit einer sehr großen, schlafenden Buddhastatue. Ich verbinde mich mit der Transzendenz, beginne zu beten. Dabei spüre ich ein Strömen, es fließt von oben in mich ein und von mir zur Buddhastatue und von dort fließt es nach oben. Ein Kreislauf. Freude erfüllt mich, hebt mich hoch. Mein Bewußtsein befindet sich jetzt oben, die Energie fließt nun von mir hinunter in meinen Körper, von dem zur Buddhastatue und von dort wieder zu mir. Nachdem dieser Zustand endet, bin ich noch immer von Freude erfüllt. Ich gehe nach draußen, zu einem anderen buddhistischen Altar. Hier beginne ich, den Altar meditativ zu umrunden. Erfüllt von diesem Zustand, beschließe ich den Tempel zu verlassen. Ich spüre die Präsenz eines Mönchs. Ich fühle mich zu ihm hingezogen, gehe zu ihm und verneige mich mit einem OM SHANTI OM vor ihm. Dabei schaue ich ihm in die Augen und spüre die Verbundenheit zwischen uns. Er lächelt mich verwundert an und schüttelt den Kopf.... Wärend ich die Stufen hinabsteige, erkenne ich den Mönch wieder und mir wird unsere Unterhaltung auf der Traumebene bewußt Unten angekommen, bin ich wieder mitten in bewohnter Umgebung. Kleine Häuser und in diesen Häusern Menschen. Da beginnt der erste Hund den ich sehe, zu bellen und er läßt sich auch von seinem Frauchen nicht beruhigen. Dadurch alamiert er alle anderen Hunde der Umgebung, die nun alle zähnefletschend auf mich zulaufen. Ich bin ratlos, spüre auch schon Unbehagen, wärend ich langsam weitergehe. Ich denke mir: Mein erftillter Zustand und die Begegnung mit dem Mönch, all das überirdisch schön. . und nun das? Auf einmal ist es still, ich drehe mich um und sehe die Hunde an, die still und ruhig dastehen und mich anstarren .....

Ungefähr zwei Wochen nach meinem Urlaub, werde ich im Traum bewußter. Ich bin wieder in der Tempelanlage und unterhalte mich mit dem lachenden, strahlenden Mönch. Ich spüre den Frieden und eine tiefe, innere Berührung bei dieser Begegnung ....


© copyright Evelyn Hutter, Wien, 1998