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Der Sinn des Lebens und die Astralwelten
(Astralwelten als Projektionen erworbener Bildeindrücke und Gefühlseindrücke)

© copyright Alfred Ballabene, Wien, 1998


 

Evolution, ob materiell oder transzendent, gab es, wie ich glaube, bereits seit Äonen und sie hat nicht erst mit dem Erscheinen des Menschen begonnen. Es kann nicht sein, daß nur der Mensch sich weiter entwickeln kann, etwa weil er über ethische Beweggründe entscheiden kann, und das Tier nicht. Dies wäre zu sehr anthrozentrisch gedacht. Der Sinn des Lebens im Sinne einer spirituellen Entwicklung kann nicht von Körperstrukturen abhängen und deren Funktionen wie Intellekt, Gefühl oder Psyche. Wenn man diese funktionellen Dinge wegstreicht, bleibt nicht mehr viel von dem, worauf wir als Mensch stolz sind. Jedeoch gibt es noch andere Kennzeichen des Lebens, die, nun aus der Sicht eines Astralwanderers betrachtet, wesentlich sein können. Es sind dies die Eindrücke, die Erinnerungsspuren, die das Leben hinterläßt und wertvoll macht - unzählige Eindrücke von Sonnenaufgängen, weinenden Kindern, glänzenden Augen, bemoosten Steinen, Mauern mit bizarren Rissen. Es sind sozusagen künstlerische und emotionale Motive, die Dramatik von Lebensgeschehen usw., die sich nicht nur in uns, sondern auch in unterschiedlicher Form von Tieren wahrgenommen und als astrale Erinnerung gespeichert wird. Bei uns Menschen machen solche Erinnerungen  die Träume bunt, bereichern die Seele. Unsere innere Welt wird dadurch geweitet - die Welt unserer transzendenten Wesenheit. Diese Bilder und Erlebnisse sind für unsere Seele Erfahrungsinhalte und, wenn man so sagen will, Sprachelemente bzw. Ideen, durch die man mit der Ideenwelt anderer in Verbindung treten kann. Je nach Belieben können wir uns dann dieser oder jener jenseitigen Landschaft zuwenden (das ist eine aus der Phantasie erschaffene "Bühnenwelt", die zu einer Realität wird, in der man sich bewegen kann). Wir können in die Hölle reisen, oder in den Himmel; wie es uns beliebt. Keine richterliche Instanz schreibt uns vor, wo wir zu verweilen haben und wo wir hingehen müssen. Wir selber suchen es uns aus, gemäß unserer Vorlieben und dem Repertoire aus unserer Innenwelt.

Irdische Eindrücke sind Inspirationen für astrale Schöpfungen!

Anfangs erschien mir diese Vorstellung über den Sinn des Lebens, wie ich es nun zu beschreiben versuchte, ein wenig absurd. Jedoch stellte ich mehr und mehr fest, daß es eigentlich die Gewohnheit an kulturell traditionelle Vorstellungen war, welche mich  Gedankengängen in der Art des oben Beschriebenen gegenüber verschloß. Ich begann mich deshalb immer mehr von Dogmen frei zu kämpfen, die, obwohl ich permanent ihre Unrichtigkeit erkannte, noch immer im UBW ihre Stellung verteidigten. Glaubensgrundsätze, so finde ich dürfen nicht mit elementaren Erkenntnissen in Konflikt stehen. Unter elementar aus der Warte der Sinngebung des Lebens verstehe ich nicht irgend ein Paradigma, sondern die Grundgrößen, unseres Lebens.

Was die jenseitigen Welten anbelangt, so habe ich für mich die Hypothese entwickelt, daß wir um uns  eine Landschaftsvorstellung schaffen, die nicht nur für uns real wird, sondern welche in telepathische Resonanz mit anderen Intelligenzen tritt, von denen diese Landschaftsvorstellung ungefähr ebenso erlebt wird wie von uns (jedoch mit persönlichen Varianten). Durch suggestiv-telepathische Wechselwirkung entsteht in der Folge eine kollektive Umwelt. Diese Umgebungsvorstellungen bilden für den Augenblick eine gemeinsame Theaterbühne, wo man sich trifft und miteinander kommuniziert (ähnlich virtuellen Cyberspace-Welten). Mitunter kann sie der eine düster, der andere hell sehen. Bei Träumenden, die sich ebenfalls auf solchen Ebenen treffen können, habe ich festgestellt, ist jeder in sein eigenes Gedankennetz versponnen, das ihn jeweils die Dinge anders interpretieren läßt. Spricht man jene Leute an, so erhält man oft absurde Antworten, die nur aus der Vorstellungswelt jenes Träumenden verstanden werden können, denn was immer man sagt, er assoziiert es mit seinen Traum-Ideen und interpretiert es demgemäß. Des weiteren nimmt der Träumende die ihn umgebenden Dinge nur verschwommen-oberflächlich wahr, wenn überhaupt (so hatte ich den Eindruck).


Alfred.Ballabene@univie.ac.at