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Sind astrale Objekte echt oder Projektionen?

Brief-Fragmente

Ist das Astrale real oder wird es nur projiziert?

B
... Was die jenseitigen Welten anbelangt, so habe ich für mich die Hypothese entwickelt, daß wir uns von einer z.B. Landschaftsvorstellung umgeben, welche in telepathischer Resonanz von anderen ungefähr ebenso erlebt wird (also mit persönlichen Varianten) und mitgestaltet wird. Diese Umgebungsvorstellungen bilden für den Augenblick eine gemeinsame Theaterbühne, wo man sich trifft und miteinander kommuniziert (ähnlich virtuellen Cyberspace-Welten).

S
Das beschreibt auch Castanada ähnlich. Er nennt es die Emanation des Adlers. Die toltekischen Seher "sahen" einen mächtigen Adler, der Emanationen aussendet, die wir als das sehen, was wir eben sehen. Daß wir sie so sehen, dafür sorgt unser Montagepunkt. Den Montagepunkt können wir im Traum oder auch beim Eintritt in die zweite Aufmerksamkeit (meist unbewußt) verschieben, so daß andere Emanationsbündel sichtbar werden. Die Zauberer verschieben den Montagepunkt bewußt und ein Nagual kann ihn auch bei anderen Menschen verschieben.

Die Gegenstände haben eine andere Energie als ich, wenn ich out of body bin. Ich müßte eigentlich durch sie durchgreifen.

Es bestehen ja die Traumgegenstände, die ich mir zurechtgelegt habe, aus Energie-Emanationen, die sich mit dem Montagepunkt auch woanders hin verschieben müssen. Ich MUSS diese Gegenstände einfach anders wahrnehmen als in meinem Tonal.

B
Genau das ist es. Was willst Du?, eine zweite physische Welt erleben. Eigentlich nicht. Du willst was Neues, eine größere Dimension. Hier im Astralen sind Objekte nicht physikalische Gegenstände, auch wenn sie so erscheinen, sondern Kräfte.
Sicher kann man auch aus einer höheren Dimension in die physikalische Welt hinein wirken (ich kann es nicht, Du anscheinend schon in Ansätzen - Frauen sind medialer und besser geeignet als Männer). Das ist dann Magie. Auch das Finden des Ringes (siehe etwas später) kann man dazu rechnen.

S
Das ist auch meine Frage:
Wenn ich die Gegenstände eines Tages wirklich sehe, SEHE ich sie dann oder projiziere ich sie? Ich weiß, die Objekte verschwinden bisweilen vollkommen. Und man kann neue erschaffen. Aber ist dann nicht alles Projektion? Deine Terrasse beim OBE, meine Glasscheiben etc. Verlassen wir den Körper wirklich oder projizieren wir es nur???? Ich kann es gar nicht fassen, daß ich diese Frage stelle.

B
Eine weiße Blume ist für Bienen blau oder hat eine andere Farbe - für Bienen, Hummeln ist in dem Weiß das wir sehen ein ganzes Spektrum unterschiedlicher Farben enthalten. Also sehen wir die physikalische Welt so wie sie ist??? Nein, wir nehmen irgend etwas wahr und ordnen dem Farben Form und Gewicht zu. Alle diese Qualitäten sind nicht in Wirklichkeit - es ist für uns ein Arbeitsmodell, damit wir diese Gegenstände handhaben können. Es sind also Etiketten, also Qualitätszuordnungen, die wir den Gegenständen geben und dadurch eine Welt um uns erschaffen, in der wir uns orientieren können. Es ist so wie die verbalen Bezeichnungen "Blume", "Baum". Auch diese Bezeichnungen sind willkürlich, aber wir brauchen sie, um uns zu verständigen. Diese Subjektivität, welche für die von uns wahrgenommene  physikalische Welt gilt, gilt für die astrale Welt erst recht. Deine Gewohnheit hindert dich daran ein gewohntes Erscheinungsbild (ein astrales Pendent zu einem Objekt aus der physischen Welt) anders zu betrachten und anders zu handhaben.

S
Ich habe auch schon einige OBEs erlebt, bei denen ich Dinge gesehen habe, von denen ich nicht wußte, daß es sie gibt (ich fand außerkörperlich einen Ring, den meine Freundin vermißt hatte), z.B. den Dachgarten auf dem Nebenhaus mit den zwei Hunden drinnen, den ich später im Tonal erstaunt verifizierte.


Das Sehen der physischen Welt mit dem Astral- oder Fluidalkörper

S
.... Gegenstände, die mir heilig sind. Gestern bei meinem Nachmittags-OBE erinnerte ich mich sofort an die Gegenstände und ging hin um sie zu sehen. Sie waren nicht da!!!!! Ich riß verzweifelt an der Decke, die auf dem Kasten liegt und konzentrierte mich dann mit geschlossenen Augen. Als ich die Augen wieder öffnete, war die Fläche gerammelt voll mit den unsinnigsten Sachen: Vorhangschlösser, die wie Herzen aussahen, Nähkästchen in den verschiedenen Variationen und derlei Krimskrams mehr. Ich warf die Sachen wütend auf den Boden und lachte mir ins Fäustchen, weil ich wußte, daß ich das nicht aufräumen bräuchte. Ich konzentrierte mich neuerlich und wieder sah ich wundersame Dinge da liegen - aber die 4 Gegenstände, die wirklich dort liegen, sah ich nicht.

B
Dazu mehrere Antworten:
Im Zustand des OBE die physikalische Welt zu sehen, wird wahrscheinlich nicht so leicht sein und erfordert einen ganz dichten Fluidalkörper (Ätherkörper oder wie immer man das nennen kann; jedenfalls so etwas, was auch die Hexen oft produzierten, weil man dadurch besser auf die physikalische Ebene einwirken kann im Sinne schwarzer oder weißer Magie, - Objekte holen, Einwirkungen etc.) Im Prinzip ist dieser Zustand spontan ganz am Anfang der Erfahrungen, bei den ersten OBE's oder bei Unfällen, Schocks, Narkosen etc. Der Nachteil solch dichter Emanationen ist, daß die Reperkussionen enorm stark ausfallen können, was zu einer Gefährdung des "Träumers" führen kann. Ausserdem ist die Entfernung gering, die man dann meist erreicht, meist nur wenige Meter (außer man hilft mit Kräutern nach). Weiters erwirbt  man keine astralen Erfahrungen, sondern ist nur mit der physischen Welt konfrontiert (die man ja ohnedies kennt).
In fortgeschrittener OBE-Praxis wird das Bewußtsein meist vom Fluidal in den Astral verlagert. Was man dann sieht ist bestenfalls eine Imitation der physischen Welt und Du wirst in diesem Zustand nur Pendants zu Deinen Sakralgegenständen finden (dann allerdings ist das Hervorstechendste die Kraft, die sie ausstrahlen, im Gegensatz zur Kraftlosigkeit anderer Astralobjekte) oder falls es keine echten Pendants sind, dann sind es "Bilder" richtiger "Objekte", die aus dem Wunsch erschaffen werden sie zu sehen (also durch den Wunsch erschaffene Phantome). Astralwandern ist meines Erachtens spannender als ein Wandern auf der physischen Ebene.

S
Castaneda beschreibt zwar, daß er lange brauchte um sich auf gewisse Gegenstände zu konzentrieren, was das aber heißt, schreibt er nicht. Ich finde diese Experimente faszinierend und bin schon ganz gierig darauf, weiterzumachen.


Alfred.Ballabene@univie.ac.at