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Helfer |
Was
ist ein Helfer?
Die Bezeichnung Helfer, wie sie zumeist in der Literatur verwendet wird, ist eine gewisse Schematisierung und Vereinfachung. Sehr oft wird die Schutzengel-Vorstellung aus dem christlichen Glauben einfach in die gegenwärtige esoterische Jenseitsauffassung eingebaut (als Engel ohne Flügel). So einfach dürfte es jedoch nicht sein. Es ist sicher ein Irrtum zu glauben, daß der Helfer nichts anderes zu tun hätte, als auf seinen jeweiligen Schützling aufzupassen. Er hat eine ganze Reihe sonstiger Tätigkeiten und Interessen. So will er sich z.B. auch selbst weiter entwickeln und Wissen und Erfahrung sammeln. Seine uns zugewendete Schutztätigkeit kann man wahrscheinlich nur unter ferner liefen einreihen.
Die Tätigkeit der Helfer beschränkt sich nicht lediglich auf die Hilfe an Verkörperten. Die Tätigkeiten der Helfer haben sicher im Jenseits ihren Schwerpunkt und dort gibt es die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten.
Meine
Helfer - meine jenseitige Familie!
Von Zeit zu Zeit begegne ich dem einen oder anderen Helfer aus der jenseitigen Gemeinschaft, der ich angehöre. Diese Helfergemeinschaft wird vom Helferguru St. geleitet, den ich ob seines Verständnisses und seiner liebevollen Zuwendung sehr ins Herz geschlossen habe.
Mir am nächsten steht mein jenseitiger Lehrer Helfer H. Meinen Helfer würde ich als intellektuell und humorvoll klassifizieren. Mein Verhältnis zu ihm ist kameradschaftlich und nicht frömmelnd ehrfürchtig, wie das in manchen Schriften propagiert wird. Er sagt mir offen die Meinung, wenn ihm etwas nicht paßt und ich akzeptiere dies immer, weil das, was er mir sagt, auch immer einsichtig für mich ist. Es verbindet mich eine tiefe, vertraute Freundschaft mit ihm.
Der Lehrer meines Gurus war neben Helferguru St. der Helfer A. (Helfernamen werden aus Tradition geheim gehalten). Außer diesen mir nahe stehenden Helfern gibt es noch eine größere Anzahl von Helfern, Lehrern oder anderen Gruppenmitgliedern unbekannter Funktion, die oft wechseln. Ich sehe da immer wieder neue Gesichter. Manche haben mir gelegentlich irgend welche Rügen erteilt, was ich als ungerechtfertigte Einmischung eines "Fremden" auffaßte und auch zu erkennen gab. Offenbar waren dies Anfänger, die nicht erkennen konnten, ob mein anwesender Astralkörper vom Astralbewußtsein geleitet wurde oder von meinem irdischen Intellekt, dem fast alle Informationen fehlen. Ein Zustand, den man wohl als astrales "Black-out" bezeichnen kann. (Wem dies etwas verworren klingt, der möge das Kapitel "Astrale Doppelexistenz" und das Kapitel "Das höhere Selbst" lesen). Jedenfalls habe ich zu all diesen weiteren Mitgliedern der jenseitigen Gruppe keine innere Beziehung. Wenn sie zu mir nett sind, bin ich dies ebenfalls, wenn sie sich in irgendwelche Belange von mir einmischen, bin ich abweisend. Was Gehorsam und Unterordnung in die Regeln einer Gemeinschaft anbelangt, so ist bei mir bei Astralwanderungen davon wenig vorhanden und ich bemühe mich auch nicht darum. Ich mache immer das, was ich für richtig halte.
Was von mir erlebte Begenungen anbelangt, so bin ich in ihrer Berichterstattung sehr zurückhaltend, weil ich all dies als sehr privat empfinde. Ich werde deshalb auch keine Informationen bringen, die auf mein Leben und meine Aufgaben Bezug nahmen, sondern nur Erzählungen über schöne, beiläufige Begegnungen.
Begegnungen mit dem Helferguru St.Meine erste Begenung mit Helferguru St.
"Meine erste Begegnung mit einem Helfer war die mit dem jenseitigen Guru St. Dieser sehr fortgeschrittene Helfer war der Helfer meines Gurus und der Yogagemeinschaft.Es war ein Astraltraum. Ich ging entlang einer breiten Straße mit unauffälligen Häusern auf beiden Seiten. Es könnte hier in Mitteleuropa sein. Ohne ersichtlichen Grund betrat ich ein Haus.
Dort gelangte ich durch die rückwärtige Türe in einen Vortragsaal. Er war fast voll. Es waren zirka 50 Menschen drinnen. Ein Mittelgang führte durch Reihen von Stühlen mit Tischen. Unsicher betrat ich den Raum und setzte mich in die vorletzte Reihe. Da trat jemand an mich heran und führte mich zur ersten Reihe, wo er mich bat mich zu setzen. Ich zögerte ein wenig, denn dies schien mir eine völlig ungerechtfertigte Ehre, wo ich doch erst drei Monate im Yoga war und eine Null war, wenn man so sagen will.
Dann trat eine edel aussehende Dame mit orientalischen Gesichtszügen vor das Schülerpublikum und hielt eine Belehrung, von der ich leider nicht die geringste Spur im Gedächtnis behalten konnte.Wie sich später heraus stellte, war dies der Helferguru St. Ich habe ihn später noch öfters gesehen und war immer glücklich, wenn ich ihm begegnen konnte. Was die Bevorzugung anbelangt: Tatsächlich war ich unter den vielen hundert Yogaaspiranten, die mein Guru ausbildete, der einzige, der ihm zeitlebens die Treue hielt und schließlich nach dessen Tod den Ashram (Yogagemeinschaft) weiter führte."
Begegnung im Wachzustand
"Ebenfalls am Anfang meines Yogaweges hatte ich eine Begegnung mit dem Helferguru im Wachzustand, ohne ihn zu erkennen; Ich war gerade aus dem Schlaf aufgewacht, auf meinen Ellbogen gestützt und schaute in den Raum. Vor der Türe stand eine Gestalt in einem weißen Umhang. Sie stand ganz still. Einige Sekunden schaute ich eher verdutzt hin. Dann dachte ich: "wie kommt diese Frau hier herein, da wird wohl die Eingangstüre offen sein". Mit einem Satz sprang ich auf und die Gestalt war verschwunden. Ich war sehr verblüfft und da erst dämmerte es mir, daß ich vielleicht einem jenseitigen Wesen begegnet sei. Ich hatte nie wieder eine solche Sicht und es tat mir später sehr leid, daß ich diese einmalige Gelegenheit so verpatzte."
Ein Strauß weißer Lilien
"In einer Astralwanderung in tagesklarem Bewußtsein ging ich eine Straße leicht bergauf. Die Straße führte aus der Vorstadt hinaus auf das offene Land. Äcker und Strauchinseln gaben der Landschaft einen Liebreiz. Es machte mir Freude unbeschwert die Natur genießen zu können. Nachdem ich so einige Zeit ging, gelangte ich zu einem einstöckigem Bauernhaus mit einem betonierten Abstellplatz davor. Ein kleiner Zubau verdeckte teilweise die Sicht. Eben wollte ich vorbeieilen da gewahrte ich zirka fünf Leute dort stehen. Ich schaute genauer hin und erkannte darunter den Helferguru St. in einem weißen Sari. Er lächelte mir zu. Sofort eilte ich zu ihm hin.Der Helferguru St. lächelte und schwieg. Er hatte bislang noch nie ein Wort zu mir gesprochen, aber wir haben uns auch so verstanden. Diesmal sprach der Helferguru indirekt zu mir, durch eine symbolische Geste, indem er mir, begleitet von einem Strom immenser Liebe, einen Strauß weißer Lilien überreichte. Vertieft in das lächelnde Antlitz jenes großen jenseitigen Gurus wachte ich dann auf."
Mein jenseitiger Lehrer H.
Meine erste Begegnung mit ihm
"Während ich durch die Gegend einer Vorstadt mit Gartenhäusern wanderte, fiel mein Blick auf ein Haus, das mich durch seine Ausstrahlung anzog, ohne daß ich wußte warum. Ich bog von der Straße ab und betrat den Hausflur des einstöckigen Hauses und ging durch ihn hindurch in den rückwärtigen Garten. Dieser war prachtvoll. Die schönsten Farben zahlreicher, übergroßer Blumen leuchteten mir entgegen. Bei einer Blume blieb ich stehen, um mir diese genauer anzusehen.Da trat jemand an mich heran und fragte mich, welche Pflanzenart dies wohl sei.
"Auf einer Astralebene hat es keinen Sinn Pflanzen zu klassifizieren, denn da kann es alles geben", gab ich zur Antwort.
Der Mann, der mich fragte lächelte zu meinem Kommentar freudig amüsiert. Offenbar war dies eine Testfrage. Er geleitete mich den Gartenweg weiter zu einem kleinen ebenerdigen Haus. Dort im Flur stand eine Bank, auf die ich mich mit ihm hinsetzte. Ich wollte soeben wieder etwas zu ihm sagen, da wies er auf die andere Seite der Bank neben mir hin, von der ich gerade den Blick abgewendet hatte, weil ich ja mit ihm sprechen wollte.
Ich blickte mich um und sah neben mir den engelgleichen Guru St. und einige mir unbekannte Männer. Da es in jenseitigen Ebenen keine Geräusche gibt (da es auch keine Materie gibt), außer man will ein Geräusch bewußt erzeugen, war die unbemerkte Annäherung nicht ungewöhnlich. Der engelgleiche Guru St. lächelte mich freundlich an. Neben ihm saß ein Mann, der ebenfalls freundlich lächelte und den ich nicht kannte.
Ich wendete mich wieder meinem vorherigen Begleiter zu und fragte ihn: "Wie heißt du?"
Er blickte mich wie einen kleinen Buben an und sagte: "Heinrich Naseweis". Dann lachte er schallend. Kann sein, daß ich bei dieser unverhofften Antwort einen etwas verdatterten Gesichtsausdruck hatte.Im nächsten Augenblick war ich wieder in meinem Körper zurück und aufgewacht."
Das Willensduell
"Ich kam gerade einen U-Bahnschacht heraufgestiegen und wendete meine Schritte einem kleinen Platz zu, der von hohen Häusern umschlossen, sehr romantisch aussah. Als ich gerade wie ein Tourist die Umgebung einer näheren Betrachtung unterziehen wollte, verfing sich mein rechter Fuß in einer großen Zeitungsfolie. Ich wickelte die Folie herunter und ging weiter. Es waren jedoch nur einige wenige Schritte, als sich derselbeVorgang wiederholte. Wieder wickelte ich meinen Fuß frei. Leicht verdutzt und verärgert blickte ich auf und gewahrte nicht weit von mir einen Mann, der sich alles mit amüsiertem Lächeln ansah. Es war Helfer H, der mir offenbar die Zeitungsfolien zugeschickt hatte. Jetzt wollte ich meinen Spaß haben und eilte zu ihm - und schon konzentrierte ich mich mit all meiner Willenskraft darauf, sein Gesicht wie eine Gummimaske zu verzerren. Es gelang mir auch tatsächlich, jedoch nur für zwei Sekunden, dann hatte sich mein Helferguru wieder unter Kontrolle. Vergnügt lachten wir beide darüber."
Belehrungen vom Helfer A.
"Der Weg führte an einer Schottergrube vorbei. Einige Bagger standen darinnen. Gleich nebenan war ein hohes Stahlgerüst, eine für mich undurchschaubare Konstruktion. Die Gegend war leicht hügelig, jedoch abweisend kahl. Alles war in ein Dämmerlicht getaucht. Ich ging noch ein Stück des Weges, als mein Sehvermögen gänzlich ausfiel und ich mich in nachtschwarzer Dunkelheit befand. Als letzte Orientierungsmöglichkeit hatte ich ein räumliches Tastempfinden, zumindest auf einige Meter im Umkreis. Unfähig etwas zu sehen blieb ich einfach stehen und wartete ab. Wenige Augenblicke später fühlte ich mich von einigen Menschen umgeben. Ich konnte deren Anwesenheit genau erfühlen und sogar abschätzen wie viele Personen es sein mochten. Es waren zirka fünf bis sechs Leute. Ich verhielt mich indifferent und wartete ab. In etwas barschem Ton wurde ich kurz darauf gefragt, warum ich niemanden begrüße. Ich jedoch hatte keinerlei Lust jemanden zu begrüßen, den ich nicht sehen konnte und zeigte auch keinerlei Interesse diese Formalität auch dann, nachdem ich diese Worte hörte, durchzuführen. Im Gegenteil, ich war beleidigt. Merkten diese Helfer, denn um solche schien es sich zu handeln, merkten sie nicht, daß ich nicht sehen konnte? (Tatsächlich können die Helfer meinen jeweiligen Zustand nur aus meinen Gedanken telepathisch erfahren.)Peinlich berührt schwieg ich. Um die Situation zu überbrücken, wurde mir gesagt, daß ich einige Fragen stellen dürfe. Blind und hilflos dieser Situation ausgesetzt, war mir jedoch jede Freude an einem Gespräch vergangen.
Die Helfer entfernten sich alle bis auf eine junge Frau, die bislang schwieg. Nun war ich eher zu einem Gespräch bereit und beklagte mich in Gedanken über die als ungerecht empfundene Abweisung. Die junge Dame gab mir keine Antwort, weder als Trost noch zur Rechtfertigung. Sie strahlte mir jedoch sehr viel Liebe zu und ich fühlte mich gleich besser und verstanden. Da mir nichts Besseres einfiel, fragte ich sie, ob die anderen Personen, die vorhin um mich gestanden wären, Helfer oder jenseitige Yogis wären und unserer spirituellen Gruppe angehörten. Auf diese Frage erhielt ich keine Antwort.
Allmählich begann sich mein Sehvermögen leicht zu bessern und ich konnte zumindest wieder Konturen und kleine Details erkennen. Aus diesem Grund fragte ich die junge Dame, ob sie Helferguru A. wäre. Dies wurde bejaht.
Da ich offenbar nicht in Fragestimmung war, begann Helferguru A. von sich aus zu sprechen. A. erzählte mir, daß Guru Ananda eine besondere Vollmacht (Gabe) hätte, um für mich Karma abzutragen. Nicht jeder Mensch könne dies nach eigenem Gutdünken. Das könnte zu ungewollten Selbstschädigungen führen und jenen gutmeinenden Menschen in seiner spirituellen Entwicklung zurückwefen, was unter allen Umständen vermieden werden soll.
Nach dieser Belehrung sagte ich Helferguru A., daß meine Meditationen zur Zeit sehr schlecht gehen würden und ich unfähig wäre tiefere Zustände zu erreichen. Auf das hinauf fragte mich Helferguru A., wie es mir am Vorabend gegangen wäre. Da verliefen allerdings meine Meditationen sehr gut und ich befand mich in einem fast euphorisch glücklichen Zustand von Liebe und Gottesverbindung. Dies sagte ich auch Helferguru A. und wußte gleichzeitig, daß mir gestern bei den Meditationen sehr geholfen wurde.
Helferguru A. setzte wieder von sich aus das Gespräch fort und sagte mir, daß er sehr unter dem Elend der Welt leide. Erstaunt gab ich zur Antwort, daß ich bislang dachte, daß eine fortgeschrittene Seele auf einer hohen Ebene immer glücklich wäre. Auch dann, sagte Helferguru A., bedrücke ihn das Leid der Welt und er wäre erfüllt von Mitleid.
Eine mentale Zustrahlung sagte mir, daß das Gespräch beendet sei und ich verneigte mich in Ehrfurcht und Dankbarkeit.
Kommentar: Das gesamte Gespräch vollzog sich in einer mentalen, nicht formulierten telepathischen Konversation. Eine solche Kommunikation ist, auch wenn sie schwer in Worten wiedergegeben werden kann, klar und deutlich und vorallem frei von Mißverständnissen."
Die
wichtigsten Tätigkeitsbereiche:
Lebenshilfen für Verkörperte
Oft kommen diese Hilfestellungen Verwandten (Kinder,
Enkel), Ehepartner und geliebten Menschen zugute. Die Hilfe beinhaltet
dann Warnung vor Gefahren (telepathisch) und besteht in einem Abhalten
von destruktiven Einflüssen.
Spirituelle Hilfestellungen an Angehörige
des irdischen Teiles von Orden und Bruderschaften, die auch im Jenseits
weiterbestehen. Es wird versucht den irdischen Adepten in Hinblick auf
Wissen, mystischen Einblick und Veredelung der Gefühle zu helfen.
Wenn eine entsprechende Veranlagung vorhanden ist, wird jenen irdischen
Ordensangehörgen auch zu einer Weiterbildung im Jenseits während
des Schlafes verholfen. Werden sich die Adepten der Belehrungen nicht bewußt,
so erfolgt nichts desto weniger ein Erinnern im Astral. In seltenen Fällen
wird den Adepten zu bewußten Astralerfahrungen verholfen (OBE), und
dadurch die Kenntnis des Jenseits bereits zu (irdischen) Lebzeiten vermittelt,
wodurch Orientierung und Aufstieg zu höheren Ebenen nach dem Tod schneller
erfolgen kann.
![]() Hilfestellung an Jenseitige in niederen Ebenen Anschauungsmaterial hierfür befindet sich in den Schilderungen der einzelnen Astralebenen. |
Über
die Vielfältigkeit der mir bekannten Helfergruppe
Während uns der Helfer zumeist das ganze Leben zur Seite steht, gibt es eine durchaus größere Anzahl weiterer Helfer, Lehrer und Freunde, die sich ebenfalls um uns kümmern. Oftmals sind diese Helfer oder Lehrer für jeweilige Aufgabengebiete spezialisiert. Alle diese Helfer gehören, was mich anbelangt, einer jenseitigen Bruderschaft an. Dort gibt es fortgeschrittene Lehrer und weniger fortgeschrittene und diverse Mithelfer. Letztere sind überhaupt keine Lehrer und sind einfach dabei, um aus der Problematik mit der Führung eines Verkörperten zu lernen. Die Charaktere der Helfer sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Manche sind ernst und kleinlich und manche strahlen sehr viel Liebe aus.
Zum Abschluß eine Geschichte, die ich erträumte und die einerseits Einblick in die Dramatik eines Helferlebens geben soll und andererseits mit all ihren Fehlern in Handlung und Ethik nicht so ernst genommen werden möge:
Bal.: "Traum über ein Helferdasein"
"Wenn ich mir so die landläufigen Anschauungen über den Helfer vor Augen führe, so macht hier der Helfer eher einen hilflosen Eindruck. Er steht unsichtbar dem Menschen zur Seite und flüstert ihm zu ,,gib acht, mach das nicht" und der Mensch macht erst recht was er will und der Helfer kommentiert dies mit trauriger Miene. Solche und ähnliche Gedankengänge mochten meine Yogaschüler wohl gehabt haben, als in einer Yogastunde wieder einmal die Sprache über Helfer war. In der Nacht darauf (Ende 1975) hatte ich folgenden Traum:Ich selbst war ein jenseitiger Helfer und mein Schützling eine jahrtausende alte Seele, mir lieb und wert war, als wäre es ein Teil von mir selbst. Dieser mein Schützling sollte auf einem Planeten geboren werden, der aller Kultur verlustig gegangen war; in einer Zivilisation auf dem Niveau, wie sie hier auf Erden vor einigen hundert bis tausend Jahren herrschte. Feudalherren führten ein dem Genuß gewidmetes Leben, gestützt auf ein Heer von Kriegern, deren Aufgabe es war die Bauern unter der Knechtschaft und arbeitswillig zu halten. Die Bauern ihrerseits durften sich keine Gedanken über das Leben und seinen Sinn machen, sondern nur arbeiten. Es war trostlos für mich - hier sollte mein Schützling geboren werden! - entweder als Ausbeuter, der seine Seele verdunkelt oder als Leibeigener, der in dieser ungeistigen Welt sich erst recht nicht entwickeln kann. Ich wollte eine Geburt mit allen Mitteln verhindern, aber die Herrn des Karmas entschieden: er muß hier geboren werden. So inkarnierte sich die geliebte Seele als Knabe bei einem Bauern.
Zunächst versuchte ich diesen Knaben durch Unfall oder Krankheit sterben zu lassen, um ihm dieses Leben zu ersparen, aber es wurde mir verboten.
Als der Knabe etwa fünf Jahre alt war, erwirkte ich an ihm eine schwere Krankheit. Dies war mir gestattet. Über den Tod zwar bestimmen die Herren des Karmas, jedoch Krankheiten als Mittel einzusetzen, um die Entwicklung zu beeinflussen, darf auch der Helfer. Nun, der Knabe wurde durch eine schwere Krankheit bettlägrig und alle Hausmittel versagten. So mußten sich die Eltern gezwungener Maßen entscheiden den Schamanen aufzusuchen. Dieser versetzte sich in einen Zustand der Versenkung und hier erhielt er von mir die Weisung den Knaben als Schüler auzunehmen und zum Schamanen auszubilden. Da offenbar keine andere Wahl blieb, willigten die Eltern ein. Der Knabe wurde gesund und in die Geheimnisse des Schamanentums eingeweiht.
Dies war ein Augenblick der Freude für mich und ich war von Jubel erfüllt, war doch hiermit eine Spur von geistigem Leben für den Knaben gesichert. Und diese alte Seele brachte hierfür viele Fähigkeiten mit.
Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich die geisitge Kraft des Knaben und er erlangte die Fähigkeit durch Handauflegen die vielfältigsten Krankheiten zu heilen. Er, der nunmehr sechsjährige, übertraf die besten Schamanen. Sein Ruf verbreitete sich schnell.
Da wurde die Königin krank, vielleicht habe ich da sogar mitgeholfen, ich weiß es nicht. Ich war jedoch über diese Tatsache äußerst zufrieden. Man holte den Knaben und diesem gelang es in kurzer Zeit die Königin zu heilen. Der König behielt den Knaben gleich als Hausschamanen bei sich, denn seine Fähigkeiten wollte er nicht mehr missen.
Es war jedoch nicht mein Ziel dem Knaben ein annehmliches Leben zu verschaffen. Vielmehr bildete dies den ersten Teil eines Planes, an dessen Verwirklichung ich mit Geduld weiterarbeitete. Hierzu war es nötig, daß ich mich für einige Zeit, es waren etwa 2 Jahre, dem Knaben kaum zuwendete, damit ich meine ganze Kraft auf die Familie des Königs richtete, speziell auf einen jungen Mann, den Neffen des Königs, der meinen Eingebungen gegenüber besonders offen stand. Dieser wendete immer mehr Aufmerksamkeit der heiligen Schrift der Priester zu. Diese Schrift berichtet in kaum verständlichen, gleichnishaften und bilderreichen Worten von Mythen, denen zufolge in diesem Land in grauen Vorzeiten die Götter gelebt haben sollten, in einem Dasein überreich an Wundern. Nichts blieb mehr davon erhalten bis auf einige Geheimnisse in den verbotenen Bergen. Der Neffe stöbert in vergessenen Bibliotheken herum und seine Begeisterung erweckte immer mehr das Interesse der Familie. Unbekannte Bücher mit tiefem Wissen und Schlüsseln zur Macht sollten dort in den Bergen liegen. Das Interesse des Königs an einer Expedition wuchs immer mehr. Vielleicht war der Neffe des Königs der einzige, der an die Geheimnisse der Bücher des Wissens dachte, die anderen waren aus recht unterschiedlichen Gründen an einer Expedition interessiert. Es waren da Gedanken wie "Beute", "Abenteuer" nach den Jahren der Langeweile, in denen es nur wehrlose Bauern zu knechten gab, und keine Möglichkeit zu weiteren "Ruhm", "Reichtum" und "Macht" zu gelangen. Alle diese vielfältigen Interessen schienen für die unterschiedlichsten Leute des Hofes in diesem einen Ziel Erfüllung zu finden.
So wurde ein kleines Heer zusammen gestellt, das sich bald sich in Bewegung setzte. Viele Höflinge waren darunter und auch der Knabe als Arzt und Heiler. Schmale Pfade führten durch Bergwälder und steile Felsen. Was sich an Menschen in den Weg stellte, wurde niedergemetzelt und ausgeplündert. Das war so Sitte des Landes und kein einzelner Wanderer hätte das Reich dieser kleinen Völker queren können, ohne daß es ihm ebenso ergangen wäre. Es galt nur das Gesetz der Stärke. Solcherart war das Heer ein unentbehrlicher Schutz für den Knaben, denn er, der Unbeachtete, war in meinen Augen eigentlicher Anlaß und Mittelpunkt der Expedition.
Nach langem Marsch gelangte das kleine Heer in die Tiefen des Gebirges. Dort waren keine Menschen mehr anzutreffen, sondern nur noch Felsen und Wildnis. Die Suche nach den geheimnisvollen Höhlen begann. Bald wurde eine Höhle entdeckt. Sie enthielt keine heiligen Schriften, wie man hoffte, sondern sie war ein Stück der Vergangenheit selbst. Nur mit zögernden Schritten wagten sich einige mutige Männer etwas über den Eingang. Merkwürdiges, Niegesehenes erfüllte den Raum. Was wußten schon Menschen eines primitiven Bronze- oder Eisenzeitalters von Armaturen, Sichtscheiben, drehbaren Fauteils etc.? Alles stand und starrte das Unfaßbare an.
Ein Knabe aus der Familie des Königs war auch dabei und wie alle Knaben war er mehr neugierig als abergläubisch. Er setzte sich in einen Fauteil und drückte auf die bunten Knöpfe der Armlehne. Da konnte er einen viereckigen Rahmen auf der Sichtfläche vor ihm erkennen und bewegen, einer spiegelnden Sichtfläche, welche die ganze Wand der Höhle zur Seite der Ebene hin abschloß. Und wenn er auf einen bestimmten Knopf drückte, so blitzte es in der Ebene, die im Rahmenzu sehen war, auf. Alle fanden dies lustig und interessant und das Licht blitzte immer wieder auf. Mich aber schauderte, denn von diesem alten Kriegsstand aus, detonierten Granaten und Raketen mit ihren Atomblitzen in der friedlichen, ahnungslosen Ebene. Der Schamanenknabe, mein Schützling, mochte dies ebenfalls fühlen, denn er verließ eilig die Höhle. Rechtzeitig noch, denn eisenbewehrte Kampfroboter, die Wächter jenes Reiches wurden auf die Blitze aufmerksam und stürmten eilig in die Höhle. Bei ihrem Anblick erstarrten die Menschen vor Schreck und wagten sich nicht mehr zu bewegen. Ich weiß nicht was aus ihnen wurde, denn das Bild wechselte.
Der Schamanenknabe wanderte einen Pfad entlang und vor einer weiteren Höhle wurde er aufgegriffen und in das unterirdische Reich gebracht. Dort lebten noch Menschen der alten Kultur mit hohem Wissen. Sie hatten nicht nur Wissen sondern auch magische Kräfte. Für die Barbaren der Außenwelt hatten sie nicht viel über. Sie pflegten mit ihnen keinen Kontakt. Deshalb herrschte bei den Menschen dort eine ablehnende Haltung gegenüber dem Schamanenknaben, als sie diesen sahen. Doch die Königin erkannte die Tiefe der Seele des Knaben und hatte ein Herz für ihn. Etliche waren dennoch dagegen den Knaben in ihrer Mitte aufzunehmen, aber sie respektierten den Wunsch der Königin. Ein magisches Fest wurde abgehalten bei dem alle ihre Künste zeigten. Auch der Knabe wurde dazu angehalten und er hielt ihren Prüfungen stand. Nun wurde sein hoher Entwicklungsstand von allen akzeptiert, sie erkannten, der Knabe war kein Barbar, sondern er war einer der ihren, der zurückgefunden hat zu seinen ihm ebenbürtigen Brüdern. Da endete der Traum, aber ich glaube der Knabe erhielt vortrefflichen Unterricht und konnte viel lernen.
Damit jedenfalls hatte sich das Schicksal des Knaben in meinem Sinn, in dem Sinn seines Helfers, entschieden. Die Seele konnte sich weiterentwickeln und nach traurigem Beginn wurde eine günstige Geburt erkämpft.
P.S.: Wenn wir diese Geschichte in unserer Phantasie ergänzen wollen, so würde ich sagen, daß der Helfer so manches Geschehen in seinen Folgewirkungen nicht erahnte und deshalb unabsichtlich andere Menschenleben in Gefahr brachte. Oder handelte in solchen rauhen Zeiten auch mancher Helfer rauher?, sind doch jenseitige Helfer Menschen, die in das Jenseits wechselten und ihre irdische Lebensanschauung dorthin mitbrachten."
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